Lesung 2005: "Geschichten aus 1001er Nacht"

Letzte Aktualisierung: 13.06.2016 12:47


Die Schar der Zuhörenden hatte sich rechtzeitig versammelt. Dicht gedrängt hockte das Auditorium in der "Ballerbude zu Buchenbeeke" zusammen, um den Worten des Meisters zu lauschen.

Märchenonkel Jürgen Hentschke indes machte sich so seine eigenen sorgenvollen Gedanken. Nicht, dass bange Fragen um das Fehlen der unverzichtbaren irdischen Requisiten dieser Welt den Geschichtenerzähler quälten. Stumpen und Cognac hatten bereits ihren gewohnten Platz eingenommen. Nein, vielmehr das nicht anwesende  himmlische Geleit sorgte für Sorgenfalten. 

"Wo bleiben bloß die Engel? Wo stecken Sigrid und Prolita? Sind die beiden gar zur Audienz beim Ratzinger Josef im Vatikan? Schließlich sind wir ja dieses Jahr Papst geworden?!"

Dann kam die Erlösung: Die vierte Figur im traditionellen Lesungsquartett meldete sich zu Wort, um die Zuhörerschaft zu begrüßen. "Hexenhammer" eröffnete den Abend in ungewohnter Art und Weise. Nämlich als Fernsehmoderator von "Engel TV". Dem neuen Buchenbeekener Free-TV-Sender. Und - nach dem Intro zur besten Sendezeit - tauchten auch die beiden anderen herbeigesehnten Lichtgestalten auf.

Im Wechsel trugen sie zeitlos-geniales Kulturgut vor. Loriots Adventsgedicht vom nichtsnutzigen Förster, den die Gattin am Niklastage zunächst blattschussmäßig er- und dann nach Waidmannssitte zerlegt. Der anschließende Applaus lässt nicht nur die Vermutung zu, dass manche Zuhörerin insgeheim der Förstersgattin nachzueifern gedenkt, sondern dass wohl auch das alljährliche Lesungsritual um einen  neuen Brauch reicher geworden ist.

Ouvertüre - das Geschehen nimmt seinen Lauf

 

 

Und dann begann die mit Spannung erwartete Lesung. Die Lesung 2005 mit dem Titel "Geschichten aus 1001 Nacht". Nun, wir wollen an dieser Stelle nicht zu viel vor weg nehmen. Denn schließlich will sicherlich der Eine oder die Andere die Geschichte noch einmal nachlesen. Jedoch, soviel sei verraten: Die Rahmengeschichte rankt sich um einen äußerst spendablen orientalischen Monarchen namens Mustafa Tzabo.

Jener - literarisch frei erfundene - freibiergiebige Schützensultan hatindes verblüffende Ähnlichkeit mit einer wahren lebenden Person. Die ist allerdings im Abendland beheimatet. Wobei dahin gestellt bleiben mag, ob man denn ein autonomes Dorf wie Buchenbeeke  überhaupt okzidental zuzuordnen vermag. Jedenfalls amtiert hier  der Gemeinte: Schützenkönig Klaus-Dieter Bövers.

Wer das Weihnachtsmärchen 2005 verpasst hat oder wer sich die "Geschichten aus 1001 Nacht" noch einmal in Ruhe zu Gemüte führen möchte, der kann

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Alle Zuhörer - inklusive der Mitarbeiterinnen der "Wichtigsten Tageszeitung der Welt", den "Traumburger Nachrichten" - waren jeden-falls der Meinung: "Das war wieder einmal Spitze!"

Was darüber in der Zeitung stand, das kann man übrigens

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