Lesung 2003:"Vorwärts in die Vergangenheit"

Letzte Aktualisierung: 13.06.2016 12:38


... Loblieb auf die "Freiwilligen"

Würden sie nicht unentgeltlich hinterm Tresen stehen, Brote schmieren und hinterher wieder alles pikobello aufräumen, dann wären Veranstaltungen wie die Lesung nicht durchführbar. Zumindest nicht zu solchen Konditionen!

Deshalb an dieser Stelle noch einmal ein dickes Lob für alle Diejenigen, die bei den Wiedenbrügger Veranstaltungen mithelfen!!

.... die Geschichte:

"Was haben plötzlicher Wohlstand und das legendäre Bernsteinzimmer mit Wiedenbrügge zu tun?" fragt Christoph Oppermann (siehe Foto links) als Redakteur der Schaumburger Nachrichten die  interessierten Leser in seinem ausführlichen Bericht über die Lesung 2003.

Und er beantwortet die Frage gleich selbst:

"Auf den ersten Blick nicht viel. Mehr hat sich nur den zahlreichen Besuchern in dem 'Ballerbude' genannten Schützenheim im Talkesseldorf erschlossen.

Dem Komitee steht ein neues Fortbewegungsmittel zur Verfügung - eine Zeitmaschine. Damit - haben sich die cleveren Köpfe aus der Seeprovinz ausgedacht - wäre herauszufinden, wo das Bernsteinzimmer versteckt ist, und alle finanziellen Sorgen bei der Organisation der Feste zwischen 'Golanhöhen' und Rehburger Bergen hätten ein Ende. Damit kann das Festkomitee auch rauschende Feste in St. Moritz feiern und die 'Puppen tanzen lassen'.

Wie es sich für ein ordentliches Märchen gehört, hat jeder seinen angestammten Platz im großen Plan der Welt, und die Wiedenbrügger werden in dem von  Jürgen Hentschke erdachten Text nicht übermütig und versteigern das 'Ostseegold' meistbietend, sondern nutzen das  Bernstein-zimmer auf eine bizarr anmutende Weise!"

Nun, wer die - 42 Seiten lange Geschichte - verpasst hat oder noch einmal nachlesen will, was die Wiedenbrügger auf ihrer Reise durch Raum und Zeit so alles erlebt haben, der kann hier

... das Märchen 2003 nachlesen

... Eröffnung und Inszenierung:

Zu einem richtigen Weihnachtsmärchen gehören aber nun mal Engel! Und das gilt sogar für Wiedenbrügge - wo ja so manches anders ist!

Als sich die Nebelschwaden langsam verflüchtigten, schwebten sie denn auch mit ihrem himmlischen Gefährt herbei.

Gezogen wurde der Himmelstransporter von einem männlichen Außerirdischen mit Namen Hexenhammer.

Erstmalig hatte der Leitende in diesem Jahr den kleinen Festsaal der Wiedenbrügger Roderik-Halle in ein besonderes Licht getaucht.

    Der "Meister" und das "Ritual"!

Seit Jahren nun schon - immer um den vierten Advent - spielen sich in Wiedenbrügge die gleichen Szenen ab:

Er streift seine "feine Schaluppe" über - womit der braunweiße Einreiher aus der   Herrenkonfektion  des Hauses Brenninkmeyer gemeint ist.  Obwohl kurz nach dem Krieg erworben, ist dieser immer noch in tadellosem Zustand. Deutsche Qualität aus Markenpolyester eben! 

Dann den Binder um! Die dadurch noch verstärkte farbliche Disharmonie des sich  vorbereitenden Individuums greift nun auch emotional aufs Publikum über.  So entstehen Vorfreude - und Spannung.

Mindestens Churchill-Format muss er haben - der Stumpen,  den der Meister vor Beginn seiner Lesung anbeutet! Denn er soll den heftigen Zügen des Vortragenden über die gesamte Distanz der Lesung standhalten! 

Dann fehlt nur noch der Cognac. Auch der muss reichen über die gesamte Distanz - also: volle Flasche für den großen Schwenker. Und der Lesende? Er muss der Wirkung des verzehrten Flascheninhalts standhalten.  Auch über die gesamte Distanz. So will es das Ritual!

So war es auch in diesem Jahr. Und dann konnte sie endlich losgehen, die Lesung 2003 - mit dem Vortrag des Weihnachtsmärchens

                                                          von einem Wiedenbrügger, über die Wiedenbrügger, für die Wiedenbrügger!